Montag, 24. September 2012

Deutsch-Blog vom 18.-21.9.


Zusammenfassung der Woche vom 18.September – 21.September:

Lieber Deutschkurs,
dieses mal werde ich die Woche vom 18.09. - 21.09. zusammenfassen. Ich hoffe ich vergesse nichts, falls ich etwas auslasse, bitte ich euch einfach etwas zu ergänzen.

Dienstag, 18.September 2012:

Wir haben unsere erste Leistungskurs-Deutsch-Klausur in diesem Semester geschrieben. Das Thema war eine Analyse einer politischen Rede aus dem Nationalsozialismus (einer Hitler-Rede).

Mittwoch, 19.September 2012:

Am Mittwoch haben wir uns zuerst über den zurzeit herrschenden Präsidentschaftswahlkampf in den USA unterhalten. Anlass war ein heimlich gedrehtes Video, in dem Romney sich abfällig über die Wähler äußert, die für seinen Rivalen, Obama, abstimmen. Er betitelt außerdem Menschen, die soziale Hilfe benötigen als „Sozialschmarotzer“.

Außerdem haben wir eine Rede von Joachim Gauck (vom 26.08.2012) gelesen und besprochen.
Der Bundespräsident hielt diese Rede bei der Gedenkfeier „Lichtenhagen bewegt sich“, anlässlich des 20. Jahrestages der fremdenfeindlichen Ausschreitungen.

Donnerstag, 20.September 2012:

An diesem Tag haben wir die Reden von J. Gauck ausgewertet und noch weiter besprochen.
Zuerst stellten wir uns die Frage, ob dies eine Rede zum Zweck von Propaganda sein, oder eine Rede zum Zweck der Aufklärung.
Um diese Frage zu beantworten, suchten wir zunächst die verwendeten Stilmittel und die Gründe für die Mittel.
Uns sind besonders die Rhetorischen Fragen und die Aufzählungen aufgefallen:
  • Rhetorische Fragen: Beispiel: S.1: „Wie konnte es soweit kommen, dass die Gejagten zusätzlich noch gedemütigt wurden durch Tausende Hände, die der Hetzjagd applaudierten und eine Pogromstimmung erzeugen?“
    dienen als Hinterfragung
  • Aufzählungen: Beispiel: S.3: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Dieser wertvollste Satz unseres Grundgesetzes bindet die Garantie der Menschenwürde an keine Bedingung, an keine Herkunft, keine Hautfarbe, keinen Pass, kein Papier, keinen Stempel.“
    dienen der Unterstützung und Erklärung
    außerdem soll wirklich alles damit ausgesagt werden, er will nichts auslassen
Im Gegensatz zu Goebbels Reden, wird hier das Mittel der Rhetorischen Frage anders eingesetzt:
J. Gauck stellt diese Frage so, dass die Zuhörer selber nachdenken sollen. Außerdem sind bei ihm mehrere Antworten möglich. Er stellt die rhetorischen Fragen sehr offen.
Goebbels dagegen stellt die Fragen sehr geschlossen, so dass nur eine Antwort möglich ist.
Weitere Unterschiede liegen im Inhalt beider Reden:
Gauck versucht positive Sachen zu vermitteln. Er versucht nur in „die richtige Richtung zu lenken“, sagt aber nicht, was gemacht werden muss. Außerdem hat er eine ruhige, angenehme Art. Es existiert auch kein Feindbild in dieser Rede (er hinterfragt beispielsweise die NPD, aber stellt sie nicht als Feindbild dar) und er will das Beste für das Volk und für die Demokratie.
Goebbels dagegen sagt genau, was zu tun ist! Er manipuliert das Volk. Er stellt Feindbilder dar und spricht aggressiv.
Mit der Rede von Joachim Gauck haben wir unser Thema „Analyse politischer Reden“ abgeschlossen.

In der 2. Stunde haben wir das Thema „Exilliteratur“ begonnen.
(Wir sind in den DS-Raum gegangen.)

Zuerst bekam jeder drei Zettel. Wir sollten drei Gegenstände aufschreiben, die wir mitnehmen würden, wenn wir unser Land verlassen müssten (1). Wir bekamen dafür aber nicht viel Zeit. Dann sollten wir durch den Raum gehen und uns vorstellen, dass wir allein in einem fremden Land sind (2). Danach suchten wir uns ein Land aus, in das wir uns begeben würden, wenn wir aus unserem Land fliehen müssten (zur Auswahl standen Dänemark, Ungarn, Frankreich und Tschechien)(3). Nachdem wir uns ein Land aussuchten, sollten wir uns überlegen, wie wir uns dort vorstellen, wie wir nach einer Unterkunft fragen, wie wir um Hilfe bitten.
Dann bekamen wir noch einen Zettel, auf den sollten wir schreiben, was wir an unserem Land vermissen, wie wir uns fühlen so weit von Zuhause weg zu sein (4).
Zum Schluss werteten wir all diese Dinge aus.
(1):
  • Zahnbürste
  • Parfum
  • Decke
  • Kleidung
  • Nahrung
  • Getränke
  • wichtige Papiere
  • Fotos von Freunden und Familie
  • Geld (wurde am häufigsten genannt)
  • Radio
  • Landkarte

(2):
  • viele sagten, dass sie sich beobachtet vorkamen
    und fremd, außerdem unwohl
(3):
  • nur eine Person hatte sich das Land Ungarn ausgesucht
  • ansonsten war es verteilt auf die übrigen drei Länder

(4):
  • viele schrieben, dass sie die Heimat und die Angehörigen vermissen würden (und zählten spezielle Punkte auf)
    außerdem haben einige von Angst gesprochen
  • andere stellten sich Fragen

Nach dieser Auswertung (die ihr bestimmt noch weiter ergänzen könnt) haben wir zwei verschiedene Texte bekommen. Der eine war von Mascha Kaléko – „Emigranten Monolog“ und der andere von Bertolt Brecht – „Gedanken über die Dauer des Exils“.
Wir sollten diesen Text zunächst einmal lesen.



Freitag, 21.September 2012:

Wir haben die beiden Texte weiter besprochen.
Zunächst haben wir die Inhalte und Auffälligkeiten herausgearbeitet und die Texte mit unseren verglichen.
Der Text von M. Kaléko beschreibt das Heimweh, was sie fühlt. Außerdem handelt der Text von Trauer, die aufbricht, wenn sie an ihr Vaterland denkt.
Auffällig ist, dass sie einen chronologischen Ablauf beschreibt. Außerdem fällt deutlich auf, dass sie nicht von Heimat, sondern vom Vaterland spricht. Vermutlich ist sie distanziert und sieht das Land nicht mehr als Heimat. Vielleicht liegt das daran, dass Deutschland schon zerstört war und Hoffnungslosigkeit die Menschen bestimmte. Viele Deutsche glaubten an den Sieg des Krieges, doch sie verloren ihn. Die Bürger wurden „auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt“ und mit dem Verlust wurde auch die Illusion zerstört.
Vergleich mit unseren Texten: M. Kaléko ist im Gegensatz zu uns sehr distanziert, außerdem beschreibt sie ein Heimweh, aber sie weiß nicht genau wonach. Unsere Texte dagegen beschrieben zum Teil sehr genau, was wir vermissen würden.
Der zweite Text, von Bertolt Brecht ist in zwei Abschnitte unterteilt.
Im ersten Abschnitt, ist das Lyrische-Ich noch sehr hoffnungsvoll. Es glaubt an eine baldige Heimreise. Außerdem will das Lyrische-Ich keine Kontakte knüpfen, für sich allein leben. Es glaubt daran, dass die Gerechtigkeit siegen wird.
Im zweiten Abschnitt, wird deutlich, dass das Lyrisch-Ich nun doch länger im Exil ist, als es zuerst glaubte.
Brecht verwendet Metaphern: Kastanienbaum → der Baum der Lebens und das Wasser → Wasser des Lebens. Diese Metaphern stehen für einen Überlebenswillen.

Ich hoffe, ich habe nicht so viel vergessen.
Außerdem hoffe ich, dass ihr mit meinem Eintrag alle etwas anfangen könnt.

Jessica :)

Freitag, 14. September 2012


Deutsch-Blog  vom  10.09 – 14.09
Hallo ihr Lieben,
in meinem folgenden Beitrag, fasse ich die Thematik der letzten Tage zusammen.
Vielleicht erwähne ich ja Sachen, die ihr nicht mitbekommen habt und ergänzen könnt.

Dienstag:
1. Stunde:

Als erstes haben wir unsere Hausaufgaben (Analyse der politischen Rede von Goebbels)
gemeinsam besprochen. Ich möchte euch nochmal besonders auf die Erklärung von Frau Conradt aufmerksam machen.

- nicht beeinflussen lassen
- frühzeitig schon Manipulation durch Sprache entdecken und drauf eingehen
- Redestrategien benennen und erläutern
 
  Schluss: à - Beurteilung aus heutiger Sicht
 - Nicht schreiben, dass ihr die Rede „gut“ findet, sondern auf ihre Wirkung eingehen
                     - Möglichkeit: Erwähnen, dass sie zu damaliger Zeit vor dem (z.T. ausgewählten) Publikum wirksam war, und dabei gleichzeitig zeigen, dass ihr Euch von dem Inhalt und der Form distanziert

2. Stunde:

Wir wurden in 3er und 4er Gruppen aufgeteilt und mussten aus den 8 verschiedenen
Redeabschnitten (Rede: „Mitverantwortung aller Deutschen für die Wahrung der Menschenwürde“ von Richard von Weizsäcker, 1992), die komplette Rede von Weizsäcker zusammenstellen.
Anschließend sollten wir den Argumentationsgang des Autors herausarbeiten und es anschließend in eine hierarchisierende Gliederung bringen.

Ich zeige euch hier die Erarbeitung meiner Gruppe (Cassandra,Helün,Jessica,Fabienne)
(vielleicht könnt ihr ja was ergänzen)


1. Ansprache/ Beschreibung der problematischen Situationen
    ( Umstände à Rechtsextremismus)

·         Hetze gegen Fremde
·         Anschläge
·         Verwüstungen
·         Gewalt
·         Sorge um Deutschland (Zukunft)
·         Motivation, Aufbau à durch Gleichstellung

2. Appell an Verantwortungsgesellschaft

·         Gewaltmonopol ist notwendig
·         Vertrauen in die Stabilität ( der deutschen Demokratie)
·         Alle gehören zur Gemeinschaft
3. Die Würde des Menschen (absolut lebenswichtig)

·         „Der Mensch wird entrechtet, verfolgt, gedemütigt; […].“ (Z.51)
·         Alle sind gleich im Ergebnis
·         Würde ist Fundament aller Grundrechte

4. Achtung der Würde anderer

·         Abwiegen von Schuldbedürfnis
·         „Menschliche Aufgeschlossenheit […].“ (Z.79)

5. Rückblick auf den 2. Weltkrieg und die Zeit danach

·         Ziel: à friedliches Zusammenarbeiten (mit anderen Völkern)
            Gastliche Aufnahme von Fremden

6. Danksagung und Aufzählung von Pflichten

·         Dank: à Moskauer Reformen
                französischen, britischen und amerikanischen Freunden

·         Pflicht: à humaner Umgang mit Zuwanderern

7. Aufgaben des Staates

·         Gesetzeslücke schließen (bislang keine Rechtsregeln, nur Asyl)
·         Schutz des Asylrechts
·         Pflichten der Organe des Staates
Beispiel: Bezogen auf IG-Metaller und junge Unternehmer

8.

·         Medieneinfluss-/präsenz
·         Wiederholungen: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ (Z.151)
                                „ Eine Verantwortungsgemeinschaft.“ (Z.158)
                                „ Unser Land, das uns am Herzen liegt.“ (Z.155)


Mittwoch:

Am Mittwoch haben wir an dem Argumentationsgang weiter gemacht und gemeinsam besprochen. Anschließend haben wir alle zusammen angefangen, die Rede von Richard Weizsäcker  mündlich zu analysieren. Wir haben herausgefunden, dass der Einleitungssatz:

„Warum haben wir uns heute hier versammelt ?“ Weil uns unser Land am Herzen liegt. (Z.9 f)

eine rhetorische Frage ist, auf die keine Antwort zu erwarten ist, die jedoch die Zielgruppe zum Nachdenken bewegt.
„Unser Land“
àsteht für die gesamte Nation (egal ob Asylbewerber, unsere Touristen, Fremde etc.)

„Und weil wir uns um Deutschland sorgen.“ (Z.10)
àDeutschland ist wie ein Kind, um das man sich sorgen/ kümmern muss
   (Vergleich: Wie sich Mutter um ihr Kind kümmert)

Die Einleitung wird abgeschlossen mit einer Bestandsaufnahme in Form einer Aufzählung zahlreicher Gewaltakte des letzten Jahres, die sich nicht nur gegen Ausländer, sondern auch gegen Behinderte und Schwache richten:

àdiese Aufzählung soll aufrütteln;
   er spielt die Gleichgültigkeit nicht runter, sondern bewegt die Leute zum Nachdenken
   & Handeln

„Es ist unser eigener demokratischer Staat“ (Z. 21)
àman kann von dem Staat nichts fördern, was man nicht bereit/ fähig ist, zu geben/leisten

„Das Gewaltmonopol des Staates ist notwendig. Aber es ist keine Wunderwaffe […]“ (Z. 24 f)
àder Staat besitzt das Recht und die Pflicht gegen Verstöße vorzugehen, aber er ist auf die Unterstützung aller angewiesen
  
Beispiel an der Polizei: àsie kann „schießen“, aber kein Konflikt alleine auflösen
                                       àFolge/ Ergebnis nur durch Hilfe und Bereitschaft aller Leute

(Beispiel von Frau Conradt)
„Das Vertrauen des Auslands in die Stabilität der Deutschen Demokratie“
àDemonstrationen schwächen nicht unser Ansehen im Ausland, sie stärken es. Sie sind ein Merkmal einer stabilen Demokratie. Bei dem gemeinsamen Demonstrieren sollte man weniger auf die Außenwirkung achten, sondern eher darauf, für sich eine innere Haltung zu gewinnen und durch die Gemeinsamkeit der Demonstranten zu verstärken.
Ich möchte Euch nochmal daran erinnern, dass wir uns für die Klausur zur Vorbereitung nochmal gründlich die Zitierregeln anschauen, damit wir in der Arbeit keine unnötigen Fehler machen. Falls ich etwas Wichtiges vergessen haben sollte, könnt ihr dies gerne noch ergänzen oder, falls ihr mit etwas nicht einverstanden seid, es korrigieren.

Ich hoffe das hat Euch nochmal geholfen, die Thematik der letzten Stunden etwas aufzufrischen.

Fabienne
J

Mittwoch, 12. September 2012

Eine Frage: wieso stellt keiner mehr was rein? Wir hatten doch diese Liste gemacht....

Juliane

Sonntag, 26. August 2012


Die Bücherverbrennung 1933

Datei:Bundesarchiv Bild 102-14597, Berlin, Opernplatz, Bücherverbrennung.jpg

 


 

Was genau ist das eigentlich?

Eine Bücherverbrennung ist die demonstrative Zerstörung von Büchern oder anderen Schriften durch Feuer. Diese Verbrennungen erfolgten meist an öffentlichen  Plätzen, wie zum Beispiel in Berlin am Opernplatz.

Die Bücherverbrennung erfolgte planmäßig. Sie betraf Autoren, die wegen ihrer moralischen, politischen oder religiösen Position mit der Auffassung der Nationalsozialisten nicht übereinstimmten. Diese Bücher wurden oft als blasphemisch, ketzerisch, unmoralisch, obszön, aufführerisch und hochverräterisch beschrieben. (Quelle: wikipedia)

Die Aktion richtete sich vor allem gegen die Dichter der literarischen Moderne (Neue Sachlichkeit), gegen Autoren, die einen neuen Frauentyp darstellten, Werke, die Kritik  an der kapitalistischen Gesellschaft übten sowie gegen pazifistische Literatur.

Beispiel-Autoren:  Helmut Donat, Johannes Ude, Kurt Hiller

All diese Werke entsprachen nicht dem Vorbild, das die Nationalsozialisten  für richtig hielten, denn sie waren der Meinung, Bücher sollten „ heroische“ Vorbilder enthalten und „Hingabe an Volk und Staat“ fördern und nicht über soziale Gegensätze oder über die Selbstverwirklichung der Frauen berichten.

Aus diesem Grund entwickelte man die sogenannte „schwarzen Liste“:

Auf dieser Liste waren Autoren und deren Werke verzeichnet, die eben genau gegen diese Vorstellung sprachen. Sie wurden von der Studentenschaft eingesammelt und waren somit für die Gesellschaft nicht mehr zugänglich.

Auf dieser Liste standen unter anderem Autoren wie: Karl Marx, Erich Kästner, Werner Hegemann, Heinrich Mann, Kurt Tucholsky, Egon Erwin Kisch, Sigmund Freud und noch viele weitere, denn die Liste wuchs stetig. (Quelle: Arbeitsblatt "Die Entstehung der schwarzen Listen")

Die meisten dieser Autoren hatten einen hohen Bekanntheitsgrad und setzten sich politisch, gesellschaftlich und künstlerisch ein. ( wikipedia )

Hier ein paar Arten von Werken und wie viele davon eingesammelt oder verbrannt wurden:

·         Schöne Literatur - 127 Schriftstellern und 4 Anthologien ( Sammlung von Gedichten, Sprüchen oder Prosastücken)

·         Geschichte – 51 Autoren und 4 Anthologien

·         Kunst – 8 Werke und 5 Monographien (Abhandlung über einen einzelnen Gegenstand oder Menschen)

·         Politik und Staatswissenschaften – 121 Namen und 5 Werke ohne Verfasser

·         Literaturgeschichte – 9 Verfassernamen

·         Religion, Philosophie, Pädagogik

Doch wie lief solch eine Bücherverbrennung denn ab?

In Berlin versammelte man sich schon ab 8 Uhr auf dem Platz des Geschehens. Um 9 Uhr wurde sich im Studentenhaus getroffen und die Fackeln verteilt, dann gingen die Studenten unter Begleitung einer Musikkapelle Richtung Oranienburger Tor, um die Feuerzeremonie abzuhalten.

Einen ähnlichen Ablauf, nur zu späteren Zeitpunkten, hatten die Veranstaltungen in München oder Nürnberg . Es wurden Reden und Propagandamärsche abgehalten. Eine von diesen Reden hielt der deutsche Propagandaminister Joseph Goebbels auf dem Opernplatz in Berlin.

Er schaffte es tatsächlich die Masse der Zuschauer und Teilnehmer zu begeistern, indem er mit ihnen sprach, als gehöre er dazu und ihnen Versprechungen gab, was alles neu und besser sein könne, wenn  sie diese Werke verbrennen würden. (Quelle: Arbeitsblatt "Goebbels Rede zur Bücherberbrennung")

Und wie reagierte die Bevölkerung auf das Verbrennen dieser, von Autoren mühsam geschrieben Büchern?

Alles in allem schien die Bevölkerung sehr begeistert von dieser Aktion gewesen zu sein, da alle ( fast alle ) Menschen aus fast jeder Bevölkerungsschicht hinzuströmen, berichtete die Presse, um sich diese Verbrennung anzusehen. Sie sangen Sturmlieder und waren an und sich sehr neugierig und interessiert.

Doch dachte auch jemand an die Autoren und deren Gefühle, als ihre Bücher verbrannt wurden? NEIN! Und wie diese darauf reagierten, möchte ich an den 2 Beispielen der Autoren Oskar Maria Graf und Ernst Toller erläutern. Außerdem beschreibe ich die Maßnahmen die gegen die jeweiligen Autoren eingeleitet wurden.

Oskar Maria Graf ( 1894-1967)

Aus Grafs Stellungnahme geht hervor, dass gegen ihn eine polizeiliche Ermittlung eingeleitet wurde und die Polizei eines Tages vor seiner Haustür stand. Doch, zu seinem Glück war Graf gerade nicht Zuhause, sondern in Wien.

Trotzdem beschlagnahmte die Polizei sämtliche Manuskripte, Bücher, Geschäftspapiere und Quellennachweismaterial sowie sein Hauptwerk „Wir sind Gefangene“. Statt die anderen Werke zu verbrennen, wurden Grafs Werke auf die „weiße Liste“ gesetzt und seine Bücher wurden sogar empfohlen.

Das Beschlagnahmen dieser Dinge hatte folgende Auswirkungen: „ […] mein Heim, meine Arbeit und  - was vielleicht am schlimmsten ist - meine heimatliche Erde verlassen müssen, um dem Konzentrationslager zu entkommen“ (Z. 10-13). Er hat also alles verloren.

Er flüchtete 1938 über Holland in die USA und ließ sich in New York nieder, wo er den Rest seines Lebens verbrachte.

Gegen diese Maßnahme wehrt sich Graf in ironisch-satirischer Weise: Er fühlt sich missverstanden und möchte nicht in irgendeine Nähe mit nationalsozialistischen Positionen gebracht werden. Auf diesen Protest hin erreicht er tatsächlich, dass sein Gesamtwerk verboten wurde.

Ernst Toller ( 1893-1939)

In seinem Brief an Goebbels weist er auf die Maßnahmen gegen die Autoren hin:

Sie wurden verhaftet, getötet, aus dem Land gejagt, gequält und einfach schlecht behandelt, obwohl diese Positionen der „Freiheit“, der Menschlichkeit, der sozialen Gerechtigkeit“ (Z. 63 ff) verfolgen.

Ähnlich wie Graf wertet er die Verfolgung als eine „große Ehrung“ (Z. 69), da diese bestätigt, dass die Autoren auf der richtigen Seite, nämlich der Menschlichkeit, stehen.

Er wirft den Nationalsozialisten vor, dass sie  die deutsche Kultur zerstören, indem sie Autoren wie Heine auf den Scheiterhaufen werfen, aber setzt seine Überzeugung dagegen, dass die verfolgten Autoren sich nicht einschüchtern lassen werden, ihren Kampf gegen das Regime nicht aufgeben werden.

Wie andere Autoren auch floh Toller in die USA nach New York. Anders als behauptet, war sein Widerstandsgeist 1939  bereits zermürbt, er beging 1939 Selbstmord.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Autoren, die sich wehren konnten und es auch getan haben, zum Nachdenken angeregt haben, indem sie sich, wie Toller, mit einem öffentlichen Brief an die Gesellschaft richteten, somit deren Aufmerksamkeit erregten.

Beispiele, was im Exil unternommen wurde:

Veröffentlichungsmöglichkeiten

- Sehr begrenzte Leserschaft

- Auflagenschwache deutschsprachige oder in der Sprache des Gastlandes verfasste literarische

Zeitschriften

- Kaum Unterstützung von einheimischen Verlegern (Ausnahmen: Zürich und Amsterdam)

Exilorganisationen

- Sehr heterogene Gruppe von Emigranten; einzige Gemeinsamkeit: Opposition zum NS-Regime

- Plan einer breiten deutschen Volksfront gegen die Nazis scheiterte an Vielfalt der politischen

Ausrichtungen und Ideologien; Fehlen einer deutschen Exilregierung

- Intellektuellen-Clubs und Vereine vor allem in Prag und Paris

Formen, Themen und Motive der Exilliteratur

- Erzählprosa

  Deutschlandroman (Dokumentation, Reportage, Erlebnisbericht): z.B.

„Eine Jüdin erlebt das neue Deutschland“ (1934) von Lilli Körber,

„Der Kopflohn“ (1933) und „Die Rettung“ (1937) von Anna Seghers

  Exilroman: z.B. „Transit“ (1944) von Anna Seghers

  Historischer Roman: z.B. 2 „Henri IV“-Roman von Heinrich Mann

  Tagebuch: Dokumentation des Exilalltags

  Briefwechsel

  Politischer Roman (direkter oder indirekter Aufruf zu Protest gegen NS-Regime)

Quelle: http://www.nilsole.net/referate/exilliteratur-deutscher-autorinnen-und-autoren-1933-bis-1945/


Ich hoffe diese Informationen können euch helfen und mein Eintrag gefällt euch.
Wenn  fargen auftauchen oder Quellennachweise erfragt werden möchten dann kommentiert einfach.

Juliane

Hitlers Machtübergreifung


Hitlers Machtübergreifung             Hindenburg
Datei:Bundesarchiv Bild 183-S51620, Generalfeldmarschall Paul v. Hindenburg.jpg
Tabellarische Übersicht

1933:

1.       Hitler wird vom Reichspräsidenten Hindenburg zum Reichskanzler ernannt (30.1.)

2.       Er erwirkt die Auflösung des Reichstages (01.02.)

3.       Hitler lässt durch die Verordnung Hindenburgs „ Zum Schutze des deutschen Volkes“ die Freiheit der Presse und der Versammlung aufheben. Somit versuchte er die gegnerischen Parteien, wie die SPD und KPD, in ihren Parteiwerbemitteln einzuschränken (04.02.)

4.       Das Reichstagsgebäude wird in Brand gesetzt (27.02.)

5.       Ausschaltung der Grundrechte und Erlassung der „ Verordnung zum Schutz von Volk und Staat“ ( 28.02. )

6.       Die NSDAP verfehlt, trotz Druck auf die demokratischen Parteien, die absolute Mehrheit und erhält nur 43.9 % der Stimmen. Sie bildet mit der DNVP eine Koalition (05. 03.)

7.       Hitler überträgt durch das Ermächtigungsgesetz die Gesetzgebung auf die Regierung (NSDAP ) (23. 03.)

8.        Gleichschaltung der Länder mit dem Reich. Abschaffung des föderalen Prinzips ( 31.03 )

9.       Das Gesetz der „ Wiederherstellung des Berufsamtentums“ wird erlassen (07.04.)

10.   Die Gewerkschaften werden aufgelöst. Nach der Besetzung der Gewerkschaftshäuser und der Verhaftung aller Funktionäre erfolgt am 4. Mai die Gründung der Deutschen Arbeitsfront (DAF) ( 02. + 04. Mai)

11.   Bücherverbrennung ( 10.05. )

12.   Verbot der SPD sowie der Beginn der Ausschaltung der Parteien und damit einer möglichen Opposition (22.06.)

13.   Die NSDAP wird Staatspartei (14.07.)

14.   Reichskulturkammergesetz: Zwangsmitgliedschaft aller freischaffenden Künstler (22.09.)

1934:

15.   Aufhebung des Reichsrates ( 14.02.)

16.   Gesetz zur Errichtung des Volksgerichtshofes – Aneignung der judikativen Gewalt (24.04.)

17.   Mit dem Tod Hindenburgs wird Hitler als „ Führer und Reichskanzler“zusätzlich höchster Richter und Befehlshaber der  Reichswehr (02.08.)

Samstag, 11. August 2012

Weimarer Republik, Die Entstehung der Republik


Weimarer Republik 1918/19 bis 1933 - Geschichtlicher Hintergrund
http://www.stepmap.de/landkarte/wo-ist-weimar-140575.png
Weimar- hier hellblau (Deutschland Heute)
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Weimarer Republik 1918


Die Weimarer Republik bestand seit  ihrer Ausrufung am 11. August 1919 in Folge der Novemberrevolution (der Beendigung des Deutschen Kaiserreiches auf Druck des Militärs) bis zu ihrem Ende mit der Ernennung Hitlers als Reichskanzler Deutschlands Januar 1933.
Die junge Republik begründete sich auf die (erstmalig in Deutschland  demokratische) Verfassung vom 11. August 1919,  welche im Laufe der NSDAP-Machtübernahme und Konstruktion der notionalsozialistischen Diktatur durch Ausnutzen der "Notverordnung" vom neuen Reichskanzler Hitler  außer Kraft gesetzt wird.
Grund für das Scheitern des neuartigen Systems war wahrscheinlich starke Verunsicherung durch Inflation, Nachkriegsschäden und heftige Auseinandersetzungen politisch extremer Gruppierungen und Staatsvorsellungen,was dann dazu führte das das Volk NSDAP und Hitler gewähren ließ.

Die Ungeplante Umwälzung - Beginn der Weimarer Republik
Schon während der zweiten Hälfte des ersten Weltkrieges breitete sich in der deutschen Bevölkerung Empörung und Unruhe aus. Der Wille nach Freiheit wuchs und nicht zuletzt der Kriegsentbehrungen wegen entwickelte man Hass auf Kaiser und Regierung . Dennoch traf die Revolution im November 1919 die Gesamtheit(-alle Bedeutenden) der alternativen politischen Gruppierungen unvorbereitet. Sowhol Konservativen(-für traditionelle Monarchie) als auch Republikanern und Sozialisten(-für Errichtung der Demokratie) gelang es nicht Einfluss zu nehmen, die Bewegungen und Kraft des Freiheitdrängens für sich zu lenken. Auslöser für die Revolution war der sogenannte "Kieler Matrosenaufstand" , Marine-Soldaten, die sich dem bereits nach Kriegsniederlage erteilten Angriffsbefehl  auf die britische Kriegs-Marine verweigerten und mehrere Schlachtschiffe meuterten. Die Arbeiterschaft und das gemeine Volk schlossen sich an. Arbeiter und Soldatenräte bildeten sich spontan und übernahmen in den Meisten Großstädten die Kontrolle und sorgten für Ordnung.

Ausrufung der Republik durch Phillip Scheidemann

 Kronprinz und Reichskanzler Max von Baden Dankt am 9 November für den geflohenen Kaiser Wilhelm dem 2. ab und übergibt sein Amt an Friedrich Ebert, dem ersten Reichskanzler der Republik.
Auf den unmittelbaren Druck des Volkes hin rufen sowol Phillip Scheidemann als auch Karl Liebknecht, jeweils vertreter einer Hälfte der plötzlich politisch zerspaltenden Lager der Arbeiterbewegung und Sozialdemokratie den Akt für sich (und sein Lager) beanspruchend die Weiarer Republik aus. (Ein vorbote der Unruhigen und politisch instabilen Jahre die nun folgen sollen)
 ...Fortsetzung folgt.

 Quellen: "Deutsche Geschichte"-J.B.Metzler Verlag ; Wikepedia.org; Gutefrage.net; answers.yahoo.com; stepmap.de  




-Wie es zur Spaltung der Sozialdemokraten kam:

1916 - die "Disziplinierungspolitik" der "rechten" Mehrheit im Parteivorstand gegen die Parteilinke("linke" Parteigenossen) der "Sozialdemokratischen Partei Deutschlands" eskaliert. "Linke" strömungen der SPD setzten sich ab und machen sich 1917(ende des Ersten Weltkieges und kurz vor der Novemberrevolution 1918/19 und der Gründung der Republik) als "USPD" ,"Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands" ,zu der anfangs auch Karl Liebkneht (als mitglied des noch parteiinternen Sparterkusbundes) gehörte,selbstständig.

Von der USPD spaltete sich dann in der Novemberrevolution 1818 die sich als -parteiunabhängig- erklährende selbstständige Organisation "Spartakusbund" ab, der 1919 in die  KPD(Kummunistischen Partei Deutschlands) aufgeht. Ziele des Spartakusbundes war die Bekämpfung von Kapitaltismus, Imperalismus und Militarismus. Phillp Scheidemann, der parallel zum KPD Mitgründer Karl Liebkencht am 09. November 1918 in Berlin die Republik ausrief, gehörte der SPD an. Die KPD setzte sich für eine Räterepublik , die SPD für eine parlamentarische Republik ein (erklährung siehe Quellen).

Quellen(hier nachforschen!): http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Scheidemann ; http://de.wikipedia.org/wiki/Spartakusbund ; http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Liebknecht ; http://de.wikipedia.org/wiki/Unabh%C3%A4ngige_Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands;
parlamentarische- / Räterepublik : http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20101027092611AAVQhQn

Der 2. Teil währe "die Zeit der Weimarer Republik" , wer macht das?
 Bitte ergänzen,  Kommentieren und Diskutieren!  Jonas Meyerhof







 




Dienstag, 5. Juni 2012

Auf Wiedersehen....

...Goodbye, Au revoir, Hoscakal, Adiós, Do svidanja, Sayonara....

Lieber Deutschkurs,

da unser Abschied etwas kurz ausfiel, möchte ich auf diesem Wege "Auf  Wiedersehen" sagen. 
Ich habe mich immer sehr auf den Unterricht in eurem Kurs gefreut und ich muss sagen, dass ich auch viel von euch gelernt habe...
Ich wünsche euch viel Erfolg auf dem Weg zum Abitur!

Bei Problemen oder Fragen habe ich gern ein offenes Ohr für euch.

Herzliche Grüße
Frau D.

P.S. Möchtet ihr den Blog im Leistungskurs fortsetzen oder soll ich ihn löschen?